Korsika, die Insel der 10.000 Kurven

Cap Corse
Ein Klassiker für alle Korsikaurlauber: eine Rundfahrt um das Cap Corse. Ich gehe diese Aufgabe direkt am ersten Tag an. Die Überfahrt von Savona/Italien habe ich mit der Nachtfähre hinter mich gebracht. Daher Start in Bastia am frühen Morgen. Dumm nur, dass das Wetter nicht mitspielt: leichter Regen und bedeckter Himmel. Aber was soll´s.
Ich nehme die D80 Richtung Saint-Michel. Unterwegs in einer kleinen Bäckerei ein Frühstück abgegriffen.

Nicht ganz einfach zu fahren. An der Küste ist noch alles gut, breite und gute Straßen. Aber als es in die Berge geht, werden die Straßen kleiner und schlechter; und nasser. Regen am nördlichsten Punkt von Cap Corse. Gut das ich danach den Aussichtspunkt Moulin Mattei angefahren bin. Prima Aussicht, leider nur für die ersten fünf Meter. Weiter geht es die westliche Küstenlinie runter nach Nonza und dem schwarzen Strand. Dann auf nach Saint-Florent. Und der Sonne entgegen. Endlich.



Korsika ist für Motorradfahrer spannend. Die Straßen an der Küste und auch die Hauptstraßen sind meist schön breit und gut ausgebaut mit gutem Straßenbelag, dafür aber auch meist stark befahren. Aber geht es in die Berge, ändert sich das Bild. Die Straßen werden immer kleiner, leider wird die Beschaffenheit auch schlechter; Löcher oder weggespülte Straßenränder werden mit kleinen Wimpeln markiert (sollte man mal in Deutschland machen, der Aufschrei wäre riesig). Meist ist man ziemlich allein, außer an den Hotspots.

Ein solcher Hotspot ist Saint-Florent. Doch jetzt Anfang Juni geht es noch mit dem Auflauf der Touristen.

Meine Unterkunft ist das Chambre d´Hotes La Marlotte in Pastoreccia. Von Saint-Florent über kleinste Straßen bis ich auf der größen N193 bin. Dort bis Castello-di-Rostina und dann ab in die Berge. Die Auffahrt mit drei engen Kehren ist durchaus eine Herausforderung für ein Motorrad mit 350 Kilo Lebendgewicht. Aber absolut Top die Unterkunft. Vor allem dank der sehr netten Hotelinhaber. Das Frühstück findet direkt neben der Küche im Frühstücksraum statt, für alle anwesenden zusammen. Leider ist mein Französisch ausbaufähig.

 

Apropos Brunnen/Wasserstellen: fast überall in den Bergen findet man kleine Brunnen/Wasserstellen. Gespeißt von Bergbächen. Mein Herbergsvater wies mich freundlich darauf hin, dass ich, wenn überhaupt, den Brunner oberhalb der Stadt nutzten sollte. Der andere, der ziemlich mittig im Dorf liegt, wäre nicht so zu empfehlen. Das Wasser dort kommt direkt von Kuh- und Ziegenwiesen, die oberhalb des Dorfes liegen. Also Augen auf bei der Wasserwahl.