Ostrundfahrt im September 2018

über Dresden, Tschechien, Bayern wieder nach NRW

Im September ging es noch einmal auf Tour. Mit Arne Held und Alex Kindsvater führt die Fahrt durch´s Sauerland in den Harz, dann nach Dresden, quer durch Tschechien an die Moldau, rein in den Bayrischen Wald, über München nach Rheinland-Pfalz und dann wieder nach NRW.


1. Tag: Quer durch das Sauerland in den Harz

Das Wetter stimmt. Wir holen Alex ab und es kann los gehen. Die Strecke führt schön über, teils sehr schmale, Land- straßen quer durch das Sauerland. Erstes Ziel ist das Curioseum in Willingen. Wunderbar schräg.

Dann ging es weiter in den Harz. Wegen Zeitmangel natürlich auch mal über die Autobahn, dafür gab es die sagenhafte Auffahrt zum Kyffhäuser-Denkmal.

Dann haben wir unser Ziel für Heute erreicht: Gasthof "Zur Linde" in Harzgerode.



2. Tag: Am Ehrentag ab nach Dresden
Das Wetter ist durchwachsen. Das hält uns aber nicht davon ab, nach einem guten Frühstück zu starten. Erstes Ziel für heute ist Halle an der Saale, genauer gesagt: das dortige Beatles-Museum. Und schnell mal ´ne Zweckgemeinschaft eingegangen, um den Gruppentarif zu erhalten.

Dann geht es für eine kurze Kaffeepause nach Leipzig.

Und dann ist das Ziel erreicht: Dresden. Auf geht´s zum Geburtstagsabendessen (mit Chauffeur!).

Der Tour führt jetzt nach Chemnitz. Ist gerade etwas ungemüdlich die Stadt; überall Polizisten und Polzeiautos. Aber da, wo wir hin wollen, ist alles ruhig.



3. Tag: Tschechien
Heute geht es raus aus Dresden und ab nach Tschechien. Wir fahren über Most, Karlsbad, Pilsen und Budweis nach Krumnau an der Moldau. Da der Kollege in einem anderen Hotel untergebracht ist als wir, müssen wir erst einmal ein bisschen in Dresden warten.

Jetzt geht´s wirklich raus aus Dresden. Leider die Idealline verpasst. Bei trüben Wetter fahren wir über trübe Straßen nach Most; dort auf die Burg Hnevin für einen echt schlechten Kaffee.

Nächster Halt: Karlsbad. Aber wirklich nur kurz die Beine vertreten.


Das Highlight des Tages: das Brauereimuseum in Pilsen. Leider mussten wir die Gutscheine für die Freigetränke in der benachbarten Gaststätte verfallen lassen. Dafür aber schöne Flaschenöffner und Aufkleber mitgenommen. Das Topcase wird schön voll.

Noch eine letzte Pinkelpause zum Äpfelklauen und dann ist das Ziel für heute erreicht: Krumnau an der Moldau. In der Altstadt sind Fahrzeuge verboten, daher außerhalb parken und die Klamotten schleppen. Abends ein lecker Budweiser zum Essen. Zum Glück sitzen wir drinnen, draußen schüttet es mächtig. Schöne Unterkunft in einem verwinkelten Gebäude.


4. Tag: Raus aus Tschechien, rein nach Österreich und raus aus Österreich, rein nach Bayern.

Das Wetter stimmt zum Glück. Sachen packen und durch die malerische Altstadt zu den Maschinen marschieren. Die Fahrt führt am Lipno Stausee vorbei nach Linz.

Raus aus Krumnau an der Moldau.

Kurzer Halt zwischendurch.


Der nächste Halt: das Kloster Engelszell.
Stift Engelszell, einziges Trappistenkloster Österreichs, wurde 1293 gegründet und hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich.
Die Stiftskirche mit ihrem 76 m hohen Turm ist eine der stilistisch reinsten Rokoko-Kirchen in Österreich. Sie wurde 1754 bis 1764 erbaut und ist mit wertvollen Kunstwerken von Johann Georg Üblher, Joseph Deutschmann und Bartolomeo Altomonte ausgestattet. Nach einer Beschädigung wurde die Langhausdecke 1957 mit einem Gemälde von Prof. Fritz Fröhlich in eindrucksvoller Weise neu gestaltet.
 


Und dann noch kurz einen Bummel durch die Altstadt von Passau.


Ziel für Heute erreicht:
Hotel Zur Post in Büchleberg.



5. Tag: Bayerischer Wald, München, Buchloe
Heute ist mal wieder alles dabei: erst schöne Strecken im Bayerischen Wald, dann Autobahnetappe nach München und zum Abschluss nochmal ein paar Landstraßen zum Hotel.

Unterwegs im Bayerischen Wald und Anflug auf München.


Auf ins BMW Museum. Tolle Fahrzeuge, aber leider ziemlich teuer und irgendwie steril.



6. Tag: Augsburg, Ingolstadt, Wertheim, Obernburg am Main.
Wieder ein sehr interessanter Tag auf der Tour. Zwei tolle Museen (MAN-Museum in Augsburg und Audi-Museum in Ingolstadt), ein fürchterliches Unwetter in Wertheim und ein spezielles Abendessen in Obernburg.

Das erste tolle Museum für Heute: das MAN-Museum in Augsburg. Alles vollgeparkt da, also einfach Halt auf dem Bürgersteig. Wir stehen vor der verschlossenen Museumstür und klingeln. Keine Reaktion. Ein Mann in Anzug und mit Aktentasche kommt vorbei, sieht und dort stehen und spricht uns an. Wo wir hin wollten und ob er helfen könnte. Wir erläutern, dass wir gerne ins Museum wollten, aber keiner öffnet. Kein Problem. Er greift zum Handy und ein Telefonat später geht die Museumstür für uns auf. Das ist doch mal Dienst am Kunden. Vielen Dank dafür.

Und dann das nächste tolle Museum: Audi-Museum in Ingolstadt. Gefiel mir persönlich besser als das BMW-Museum; wirkte liebevoller gemacht und nicht so überfrachtet und steril. Außerdem war der Eintritt deutlich niedriger. Und das Parken war auch besser möglich: wir werden freundlich auf den großen Vorplatz eingewiesen. Sehr angenehm. Und auch noch im Shop das erste Weihnachtsgeschenk für meine Frau gefunden. Perfekt!

Was noch Klasse war bei Audi: an vielen Stationen gibt es kleine Postkarten mit Bildern aus der bewegten Audi-Geschichte und Erklärungen auf der Rückseite. Daumen hoch. Prima.

Also, wir sind ja schon öfter nass geworden auf unseren Motorradtouren, aber das Wetter jetzt hatte eine neue Dimension. Wir fahren quasi direkt in ein Gewitter rein; die Blitzen zucken gefühlt direkt vor dem Vorderrad. Daher: Pause, anhalten und unterstellen; bei einem amerikanischen Spezialitätenlokal. Aber wir haben Nichts gegessen; ich schwör´. Schließlich erwartet uns heute Abend noch ein lecker Abendessen in unserer Unterkunft für heute Nacht.

Mit unserer Unterkunft, dem Landgasthof Römerhof in Obernburg am Main, sind wir nicht enttäuscht worden. Und erst recht nicht mit dem Abendessen: lecker Bier und ein interessantes Essen für Alex. Es gibt eine "Dreckschüppe". Hat geschmeckt, wie man sieht!


7. Tag: Ab nach Hause.
Die letzte Etappe steht an, es geht wieder nach Hause. Schön nur über Landstraßen. Und die Rückfahrt hält noch ein besonderes Highlight für uns bereit: das Polizeioldtimermuseum in Marburg.
Ich gebe zu, die Planung war mal wieder semi profezionell: als wir das versteckte Museum gefunden haben, stehen wir vor einem geschlossenen Tor. Aber kurz darauf kommen zwei Männer, die die Anlage gerade verlassen wollen. Wir tragen unsere Bitte vor, das Museum besichtigen zu dürfen. Und tatsächlich, einer der Herren erklärt sich bereit, die Pforten zu öffnen. Und wie! Rund eine Stunde führt er uns durch alle Gebäude der Anlage und gibt uns prima Einblicke. Ganz fantastisch! Vielen Dank dafür!

Und ein paar Pinkelpausen später sind wir auch schon wieder Zuhause und es heißt, tränenreich Abschied nehmen. Vielen Dank, Jungs, dass ihr so tapfer hinter mir her gefahren seid! Es war mir eine Freude!
Auf ein Neues im nächsten Jahr.


Bonus:
Als Bonus das Video der Tour. Viel Spass beim Anschauen.


In den sieben Tagen durften wir eine Menge davon trinken!